Pflanzenvermehrung durch Samen oder Ableger
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Es werden grundsätzlich zwei Arten der Pflanzenvermehrung unterschieden. Da gibt es die generative Pflanzenvermehrung durch Samen und die vegetative Pflanzenvermehrung durch Stecklinge von verholzten Pflanzenteile, Blättern und Ablegern.
Pflanzenvermehrung durch Samen
Bei der Vermehrung durch Samen ist es wichtig auf den richtigen Abstand der Pflanzen zu achten. Die Zusammensetzung der Pflanzen nach Verträglichkeit und die richtige Aufbereitung des Bodens sind weitere wichtige Aspekte der Pflanzenanzucht. Die preiswerteste Anzuchterde ist die selbst hergestellte Erde. Dazu mischt man ein Drittel Sand, ein Drittel Humus und ein Drittel reifen Kompost und macht sie Keimfrei. Dazu wird sie in einen Topf gefüllt und dämpft sie bei 100 – 120° C eine halbe Stunde im Backofen.
In einem Gewächshaus oder Frühbeet kann man in der Regel schon Anfang März mit dem Säen beginnen. Hat man eine Anzuchtbox oder einen Keimkasten, der im Haus, bei Zimmertemperatur, aufgestellt wird, kann man schon im Januar oder Februar mit dem Säen anfangen.
Pflanzen aus diesen Keimboxen dürfen aber nicht zu früh ins Freie ausgepflanzt werden, da sie sehr frostempfindlich sind. Vorteile bieten auch Torfquelltöpfe. Das sind flach gepresste Tabletten aus schwach gedüngtem Torf. Werden sie mit lauwarmen Wasser übergossen saugen sie sich voll und quellen auf. Sie werden in eine Schale gestellt und die Zwischenräume mit Erde ausgefüllt, um ein schnelles Austrocknen zu verhindern.
Pflanzenvermehrung durch Stecklinge
Bei der vegetativen Pflanzenvermehrung werden Teile von Pflanzen abgetrennt und zur Bewurzelung angeregt. Die als Stecklinge bezeichneten Pflanzenteile können Stängel, Blätter, Knospen oder Wurzelteile sein, die fähig sind eigene Wurzeln zu bilden und so zu eigenen Pflanzen werden. Die Stecklinge brauchen viel Licht Feuchtigkeit und Temperaturen von etwa 20 bis 25 Grad Celsius.
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Ableger
Bei Beerensträuchern, Wein und bei vielen Zimmerpflanzen werden zur Pflanzenvermehrung Ableger gezogen. Dazu wird nach der Blüte oder vor dem Austrieb ein gesunder vorjähriger Trieb in seiner ganzen Länge in eine Rinne gelegt und mit Steinen beschwert. Wenn sich im Sommer etwa 15 cm lange Triebe gebildet haben, wird die Rille geschlossen und etwas Erde angehäufelt. Im Herbst kann man die bewurzelten Ableger voneinander trennen und verpflanzen.